Busta  (E-Mail nur eingeloggt Sichtbar) am 26.04.2005 16:40 Uhr
Thema: Re:Heute vor 90 Jahren: Völkermord an den Armeniern Antwort auf: Re:Heute vor 90 Jahren: Völkermord an den Armeniern von Infidel
>>Die meisten der damals verblichenen sind in der Omaheke verdurstet. Bezüglich dem "fast komplett" hätte ich gerne mal genauere Angaben, zumal in dieser Beziehung später von den Engländern antideutsche Stimmung mit weit überhöhten Opferzahlen verbreitet wurde.
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>Der deutsche Missionar Jakob Irle sprach als Zeitgenosse von 80.000 Toten, andere geben weniger an (wohl nach politischem Standpunkt). 1911 sollen noch 15.000 Herero gelebt haben.
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>Und ob man nun in eine Wüste vertrieben wird und verdurstet, weil man nicht an die Wasserquellen kann, oder erschossen wird, dürfte letztendlich keinen großen Unterschied machen.


Die Herero zogen nach einem militärischen Ausbruch während der Schlacht in die Wüste und wurden nicht dorthin getrieben bzw. wie Du es sogar schreibst "abgeschlachtet".

Bitte mal aufmerksam lesen, hier erfährt man alles:

[https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_am_Waterberg]

Auszug:

"Für den geplanten Angriff verfügte von Trotha über insgesamt 1.625 Gewehre, 30 Geschütze und 14 Maschinengewehre. In jedem Fall stand die Schutztruppe einem zahlenmäßig bedeutend überlegenen Feind gegenüber. Die von der Schutztruppe eingesetzten Geschütze und Maschinengewehre erzielten in dem unübersichtlichen, dicht mit Dornbüschen bestandenen Gelände nur eine stark eingeschränkte Wirkung und konnten die zahlenmäßige Überlegenheit der Hereros nicht vollständig ausgleichen. Die Hererokrieger waren im Gegensatz zu den überwiegend landfremden deutschen Soldaten mit dem Kampf in diesem Buschgelände vertraut und das Klima gewohnt. Zudem verfügten die Hereros über genaue Ortskenntnisse und waren im Besitz der Wasserstellen. Des Weiteren hatten die Hereros den taktischen Vorteil der "inneren Linie". Von Trotha dagegen musste seine Truppen auf einer Frontlinie von etwa 100 km verteilen. Von einer Umzingelung oder einer Kessel- beziehungsweise Vernichtungsschlacht konnte daher keine Rede sein. Von Trotha plante vielmehr, durch den Einsatz von sieben Abteilungen die voraussichtlichen Fluchtwege, insbesondere den "Streitwolfschen Weg" nach Südosten in Richtung Omaheke zu sperren, und durch einen konzentrischen Angriff den Gegner im Raum Station Waterberg / Hamakari entscheidend zu schlagen."





>Die Engländer hätten sich bei Instrumentalisierung dieser Geschehnisse besser zurückhalten sollen, da sich die Deutschen ja bei ihnen die Internierungslager und das Vorgehen im Burenkrieg abgeguckt hatten.

Da haben wir es also.

>>Ist mir bekannt - Du wirst allerdings bestimmt nicht wissen, daß die BRD nicht der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist, ohne Dir etwas unterstellen zu wollen. Außerdem war das sowieso eher humoristisch denn mit dem erhobenen Zeigefinger gemeint.
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>Nein, die Bundesrepublik ist nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches. Sie ist identisch mit dem Deutschen Reich.
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>Ich empfand das übrigens weniger humoristisch denn sarkastisch.


Kann sein ;)
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